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Gesetz, Ethik, Klinik

Armando Verdiglione
(17.10.2012)

In seinem Brief vom 10. Dezember 1513, am Ende der Erzählung seines
Tages, schreibt Machiavelli: „Ich habe das notiert, von dem ich bei ihrem
Gespräch [mit den antiken Männern] Kapital gemacht habe und ein kleines
Werk Über Fürstentümer verfasst.“ Das Kapital des Gesprächs, das Kapital des
Wortes, das Kapital des Tages. Das Werk Machiavellis, das ganze Werk
Machiavellis, der Text Machiavellis könnte als Titel haben: Das Kapital, das
Kapital des Wortes und hier, für uns, geradezu das Kapital des Lebens.
Ein Dichter sagte: „Das Leben zu definieren ist unmöglich.“ Ebenso wie
es unmöglich ist, das Wort zu definieren: Das ursprüngliche Leben ist das
Wort und das Kapital ist nicht das Sein, es ist nicht die Substanz, es akkumuliert
sich nicht, es verteilt sich nicht, es verschwendet sich nicht, es hält
sich weder im Sack, noch in der Kassa, noch kann es sich verstecken, es ist
nicht verdeckt, es ist nicht vom Begriff des Schleiers umgefasst, es läuft nicht
durch das genealogische System hindurch.


Das System ist abhängig von der Ontologie, es entsteht gerade mit der
Ontologie. Kein relationales Dispositiv. Die Analyse macht die Theorematik
frei und schließt gar nicht aus, sogar erfordert sie die Axiomatik: mit anderen
Worten, die Feststellung. Die Analyse, als Vorwort, ist eine Feststellung.
Aber auch nicht die Feststellung ist leicht, noch gehört sie zum Bewusstsein:
Sie geht nicht in die Phänomenologie ein, sie deckt nicht das Phänomen ab.
Die Feststellung ist weder von der Erscheinung, noch von der Transparenz,
also weder von dem, was erscheint noch von der Transzendenz oder von
der Immanenz betroffen.


Die Analyse. Die Erzählung selbst, im Brief vom 10. Dezember 1513, erfordert
die Analyse. Nun kann das intellektuelle Dispositiv auch, als Vor2
wand, ein Phantasma, ein Herrschaftsphantasma haben. Somit überlässt
Freud Wilhelm Fliess ein Wissen, im Bereich der Biologie und der Physiologie.
Überzeugt, seinerseits, mit seiner Lehre, dass der Erotismus der Nase
der Mittelpunkt des Lebens ist, ist Wilhelm Fliess nicht Sigmund Freuds Gesprächspartner.
Doch mit ihm und trotz der Phantasie, die Freud von ihm
hat, geschieht die Analyse, auch das Gespräch, im Prozess des Schreibens.
Für Niccolo Machiavelli und für Sigmund Freud ist die Erzählung wesentlich
und auch Niccolo Machiavelli schreibt an einen Freund: Es ist mit
ihm, dass er diese Erzählung macht, es ist mit ihm dass er, mit Abgeschiedenheit,
verschiedene Aspekte des Tages in Worte fasst. Und den Tag unterscheidet
er vom Alltag, gegen den er Ironie hat: Deshalb kann er die
Struktur finden, als ob sie am Tag gegeben worden wäre, aber mit einem
anderen Register, dem, der ihm erlaubt, am Abend, vier Stunden zu verbringen:
Er sagt „vier Stunden,“ vier Stunden am Abend, vier Stunden Gespräch.
Und hier sagt er es dem Freund. Der Freund ist nicht der Gesprächspartner
der vier Stunden, es sind die Antiken. Und er spricht zu ihnen,
er stellt ihnen Fragen, er wagt es, sie in Frage zu stellen und bemerkt,
dass sie mit Menschlichkeit antworten: „Mit ihrer Menschlichkeit antworten
sie mir.“



Originaltext

PDF - 274.9 Kb
"Gesetz, Ethik, Klinik" vom Armando Verdiglione

JPEG - 245.8 Kb
Opera di Hiko Yoshitaka, 2003

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30.07.2017